Auch Führungskräfte brauchen Durchsetzungsstärke!
Wie setze ich mich durch, ohne etwas zu sagen? Ich sage: „Lass deinen Körper sprechen!“ Dein Blick ist wichtig, kannst du jemanden in die Augen schauen, wenn er oder sie spricht? Dein Handschlag verrät, wie selbstsicher du dich fühlst, ebenso dein Tempo, mit dem du dich bewegst – auf dem Gang, auf dem Weg ins Meeting, auf dem Weg zum Podium. All das sind kleine Signale, die dein Maß an Souveränität zeigen.
Wer früh Führungskraft wird, hat oft das Problem, dass das Gefühl der Position noch hinterherhinkt. Wer andere leiten soll und plötzlich auch mit den oberen Chefetagen zu tun hat, der kann sich nicht erlauben, sich selbst ständig zu hinterfragen. Beziehungsweise: es ist leichter, in Führung zu gehen, wenn man nicht darüber nachdenkt, was andere sagen, wenn man keine Angst davor hat, anzuecken und die Harmonie im Team zu zerstören. Eine direkte Kommunikation ist wichtig, ebenso auf Augenhöhre und wertschätzend.
Ich dufte nun bei der AOK Führungskräfte, und solche die es noch werden wollen, durch meine Übungen geleitet. Das Ziel war: mehr Souveränität durch Körperhaltung und Schlagfertigkeit. Meine Übungen, die ich sonst auch in diesen Workshops umsetze, habe ich angepasst und die Situationen verändert, über die gesprochen wird.

Es war wie immer sehr lebendig, aktiv und lehrreich in der Gruppe. Ich bin der Meinung, wenn man etwas lernen will, dann muss man fühlen und etwas aktiv tun. Und das haben die Frauen mit viel Energie getan.
Es fehlte allerdings an Zeit: dieses Format gebe ich in 3-Stunden, 4-Stunden und als ganzen Tages-Workshop. In 3 Stunden war es diesmal so, dass ich Langsamkeit predigte und mit Speed durch die Übungen raste! Das Problem ist eingetlich immer die Zeit, wenn mich Unternehmen buchen. Die Angestellten müssen sich die Zeit von ihrer Arbeitszeit nehmen und das tut vorher immer weh – hinterher und im Workshop möchten alle natürlich noch weiter zusammen bleiben und lernen:-)!
Im Vorfeld bastelte ich für diesen Workshop eine neon-farbene Papierkrone, die der Zeit zum Opfer fiel und nicht zum Einsatz kam. Das nächste Mal starte ich damit und baue sie ein. Wer möchte auch als Königin durch den Gang schreiten?

Meine Erkenntnis, mal wieder: Jede Organisation funktioniert anders. Ich bin fasziniert, wie unterschiedlich Branchen, Positionen und Menschen sind. Es gibt allerdings Gemeinsamkeiten in den Herausforderungen, die fast jede Person bzw. Frau hat. Diese Hürden hört man in 100% aller Workshops ab einer Gruppengröße von fünf. Diese Herausforderungen nehme ich gerne an.


Ich bin beeindruckt von dem Programm für Führungskräfte, was die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland ihren Mitarbeitenden anbietet. Vielen herzlichen Dank an Marion Eichenlaub für das Eintüten meines Workshops in das Programm für die Frauenförderung im Unternehmen.
Vielen Dank an Lisa Vogler für die Organisation vor dem Termin und die Unterstützung vor Ort. Es hat viel Freude in Eisenberg gemacht!
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